- Pfeffer und Salz, Gott erhalts -
Heinzgedicht Nr.4
Um mal wieder abzuspecken,
rennt Heinz verschiedene Joggingstrecken.
Und da, beim letzten Spurt,
dem Heinz ganz mächtig der Magen knurrt.
Hungrig blickt er in die Speisekammer,
doch, oh welch Schreck, welch Jammer:
Es ist nichts mehr drin,
außer Wiskey und Gin !
Er steckt ein, ein paar Kohlen,
um etwas aus dem Markt zu holen.
Dort stehen sie schon Schlange,
dem Heinz wird ganz bange.
Heinz denkt nach:"Zuerst mal ein Brot,
das macht die Wangen rot"
Und wie wärs mit Quark,
ja, der macht stark.
Da fällt ihm ein, er braucht ja noch Butter,
im Auftrag seiner Schwiegermutter.
Heinz ist ganz in Gedanken versunken,
da kommt eine Frau, leicht angetrunken.
"Wohin des Weg´s du schöner Großer.
Du schaust ja fast aus wie Hans Moser"
Ein kurzer Blick zur Seite,
der Heinz der sucht das Weite.
Der Vorfall ist schnell vergessen,
und er sammelt weiter für´s Mittagessen.
Der Heinz steckt seinen Riecher in die Luft,
denn da empfängt ein einen Duft.
Der Geruch kommt aus dem nächsten Regal,
vermutlich eine Dose PAL !
Der Heinz der macht die Dose gleich auf,
denn stimmen auch die Inneren Werte ?
(Das kann er naur wissenschaftlich Prüfen,
dafür ist er ja Experte ?)
Halt ! Er braucht noch Salat !
Doch die Frau sich ihm erneut naht.
"Willst mir wohl entfleuchen ganz ?
Da pack ich dich schon beim Sch..lawitchen!"
Der Heinz leicht verstört,
tut so als hätt er nichts gehört.
Er geht weiter als wäre nichts gewesen,
doch ihm folgt weiter der alte Besen.
Heinz stellt sich an der Kasse ran,
da schmarrt ihn auch noch die Verkäuferin an.
"Für welchen Knilch ist denn diese Milch,
und Brot kann nie schaden für die Waden,
und der Quark macht wohl unendlich stark ?"
Heinz korrigiert:"Brot? -
das macht doch die Wangen rot !"
Er bekommt auch noch den nächsten Schock,
als sie ihm zeigt den Rechnungsblock.
"Das find ich gar nicht fein,
jetzt muss ich zahlen mit nem´ großen Schein!"
Er verstaut die gekauften Sachen,
um sich auf dem Weg nach Hause zu machen.
Da schaltet er die Fernseh ein, die Eiskunstkür,
da läutet es plötzlich an der Tür.
"Wer kann das sein, -
laß´ich ihn rein ?"
Er öffnet die Tür nur einen Spalt,
drausen seht die besoffene Alt.
Der Heinz stellt fest zu Boden gesunken:
Besser ohnmächtig, als betrunken.
Der Heinz, mit dem Auto braust,
der Wind’ ihm um die Ohren saust.
Und als hätt´s ein Dämon gewollt,
ein Reifen an ihm vorbeirollt.
Heinz sagt: „Schau, schau –
wem gehört denn diese Sau.“
Erst als der Abstand zwischen Auto und Boden wird kleiner,
merkt er – verflixt, der Reifen war ja meiner!
Heinz, die Bremse fest zermatsch,
als er auf dieselbe latscht.
Der Heinzi steigt aus dem Vehikel aus,
und sieht auch schon den ganzen Graus.
Er sagt: „Da haben wir die Schose!“
und das sein Herz rutscht in Richtung Hose.
So schnell wie niemand schaut,
hat er den Ersatzreifen hingebaut.
Sowas bringt ihn nicht in Verdruss,
werd’s das glaubt, der denkt Stuss.
Er kommt 100 m weiter,
als ihm platzt ein Zweiter.
Die Moral von der Geschicht’,
kaputte Reifen rollen nicht.
Heinzgedicht Nr.3
bzw. hört man Heinz laut klagen,
"Wie kann ich die Wärme blos ertragen !
Noch einen Schluck vom kalten Tee,
und schon ist er am Baggersee.
Der erste Fluch, der erste Schrei,
"Es ist kein Parkplatz mehr Frei!"
Der Heinz der gröhlt, der röhrt und schreit,
"Zum Wasser wär´s doch nicht mehr weit !?"
Verzweifelt fährt er nach Haus´,
und kommt wieder mit dem Taxi raus.
Dort hört er den aktuellen Wetterbericht,
doch dieser gar nichts Gutes spricht.
"Während sich am Nachmittag zahllose Regetropfen
ind strömen ergießen, wird sich um 16:37 noch
ein kleiner Platzregen hinzugesellen.
Heinz schimft den Fahrer ganz empört,
dass sich das wohl nicht gehört.
Dieser versteht nicht was er kann dafür,
und stößt Heinz raus zur Autotür.
Die Fahrt muß er nicht mehr kaufen,
allerdings kann er jetzt nach hause laufen !
Nach vielen Abenden mit Schiller und Goethe,
merkt Heinz, es ist doch recht öde.
Um sich wieder mal so richtig zu erquicken,
will er mit seiner Tanzpartnerin tanzen.